Darauf kommt es beim Kachelofen an

Familie beim Kachelofen

 

Sie gelten als Inbegriff der gemütlich-behaglichen Wärme und sind mehr denn je gefragt. Kachelöfen erleben derzeit einen wahren Boom. Nicht nur, dass sie mit besonders behaglicher und wohngesunder Wärmestrahlung punkten, sondern sie sind auch ein „Must-Have“ der großen internationalen Wohntrends für das Jahr 2017. Aber Kachelofen ist nicht Kachelofen. Ein gründlicher Blick auf die inneren Werte zahlt sich aus.

„Hygge“, so heißt der große europäische Lebens- und Wohntrend. Das Wort und die Philosophie stammen aus Dänemark und was die Dänen 2016 umfragetechnisch wiederholt zum „glücklichsten Volk“ der Welt gemacht hat, erobert rasant auch den Rest Europas. „Hygge“ ist nicht einfach zu übersetzen, steht aber inhaltlich für „behagliche Gemütlichkeit“. Und wohlig an kalten oder kühlen Tagen am wärmenden Ofen zu sitzen, versinnbildlicht geradezu perfekt den angestrebten „Glücks-Lifestyle“.

Masse gut – Speicher gut
Doch auch ganz abgesehen von trendigen Wohnwünschen – Kachelöfen stehen gemeinhin für eine wohngesunde Wärmestrahlung, vor allem im Zusammenhang damit, dass diese ohne Staubaufwirbelung erfolgt. Stimmt aber so nicht ganz. Denn Kachelofen ist nicht gleich Kachelofen. Wie energieeffizient, behaglich und wohngesund ein Kachelofen in der Wohnpraxis tatsächlich ist, hängt von dem jeweiligen Kachelofensystem ab. In erster Linie davon, ob es sich um einen Warmluft-Kachelofen oder um einen Speicherofen handelt.

Die Unterscheidung ist bereits auf einen Blick erkennbar. Der „Warmluft-Kachelofen“ ist mit „Luftschlitzen bzw. Luftgittern“ ausgestattet. Durch diese wird die heiße Luft direkt in den Raum abgegeben. Der Raum erhitzt sich zunächst sehr rasch und sehr (zu) stark, eine längerfristige Wärmeabgabe ist jedoch ohne Nachheizen kaum möglich. Zusätzliche Nachteile: Durch die rasche Wärmeabgabe in den Raum trocknet die Luft aus und zusätzlich tritt auch die gesundheitlich belastende Staubaufwirbelung ein.

Anders hingegen beim Speicherofen. Hier sorgt eine geschlossene Hülle für eine lang anhaltende und vor allem auch gleichmäßige Wärme, die im „Inneren“ des Kachelofens bleibt. Dies führt zu einer sehr angenehm-gleichmäßigen und vor allem auch wohngesunden Wärmeabstrahlung, da es zu keiner Staubaufwirbelung kommt. Innerhalb der Speicherofensysteme gibt es dann weitere Unterschiede. So entwickelte der Speicherofenspezialist „Ortner“ ein innovatives System. Dank der sog. „Geheimen Speichermasse“ (ORTNER KMS) in Verbindung mit einem High-Tech-Hüllenmaterial ist eine gleichmäßige Wärmeabgabe ohne Nachheizen sogar bis zu 24 Stunden möglich.

 

Niedrigenergiehaus

Kachelofen im modernen Hausbau
Ein Kachelofen steht auf der Wohn-Wunschliste heimischer Bauherrn ganz oben. Auch wenn das Haus in Niedrigenergie- oder Passivhausbauweise  errichtet wird. Moderne Speicheröfen und die Niedrigstenergiebauweisen lassen sich ideal miteinander kombinieren. Schon allein deshalb, weil der Speicherofen auf Speicherung der Wärme und lang anhaltender milder Wärmeabgabe ausgerichtet ist (Vermeidung von Überhitzung!). Eine der wichtigsten Voraussetzungen liegt in einer exakten Planung durch den Professionisten, die der jeweiligen individuellen Haussituation perfekt angepasst ist. Wichtige Punkte dabei: Die Dimensionierung des Ofens und natürlich auch – bei luftdichten Energiesparbauweisen besonders wichtig – die Planung der Verbrennungsluftzufuhr.  Dabei spielen auch die sog. „Hüllenbaustoffe“ eine zentrale Rolle. Diese zusätzlichen Speicherelemente werden beim Ofenbau verwendet, um den optimalen Wärmebedarf für den jeweiligen räumlichen Wirkungsbereich zu erhalten.

„Dank innovativer Speicherofensysteme sind dem Einsatz dieser beliebten Wärmeerzeugung keine Grenzen gesetzt. Ein Speicherofen bietet auch ideale Voraussetzungen für wohngesunde und behagliche Wärme in modernen Häusern in Niedrigstenergiebauweise. Nachweislich können selbst Passivhäuser mit einem ,Ortner`-Speicherofen so beheizt werden, dass es zu keiner Überhitzung der Räume kommt. Übrigens: So gut wie keine Grenzen gibt es auch in punkto Design. Denn mit unserem Gundofensystem ist auch die Gestaltung mit neuen, trendigen Materialien möglich.“

DI Manfred Huber, Geschäftsführer ORTNER GmbH

Artikel erschienen in „Besser bewusst leben – dem Lifestyle-Magazin für eine bewusste Lebensweise“